Corona nervt. Keine Frage. Als Eltern sind wir 4-, 5-, 6-fach so stark davon betroffen. Neben den eigenen persönlichen und beruflichen Einschränkungen, den gesellschaftlichen und finanziellen Sorgen und der Angst um die eigene Gesundheit und die unserer Lieben kommt noch die 24-Stunden-Betreuung unserer Kinder dazu, der Versuch, ihren gerecht zu werden, in emotionaler, pädagogischer, zeitlicher und unterhaltender Hinsicht. Dem können wir schon kaum gerecht werden.

Nach dem anfänglichen Pragmatismus im März und April macht sich langsam in den sozialen Medien, aber auch auf der Straße ein rauherer Ton bemerkbar. Jede Menge Emotionen, Unverständnis und auch Neid auf andere gesellschaftliche oder wirtschaftliche Gruppen. Verständlich angesichts der aktuellen Erschöpfung, Sorgen, Ungewissheit und fehlenden Perspektive. Zumal der Spaß als ausgleichendes Element zurzeit deutlich zu kurz kommt.

Wie damit umgehen? Ich persönlich habe verschiedene Stadien durchlaufen: anfangs gefiel mir das zuhause bleiben in der eigenen Bubble sogar, dann ging es kontinuierlich bergab mit meiner Stimmung und Energie, ein paar kleine Aufs und Abs zwischendurch und dann weiter runter bis zum Tiefpunkt… bis ich erkannt habe, was mich so herunterzieht. Nein, gar nicht mal die unklare und anstrengende Gesamtsituation. Denn streng genommen geht es uns immer noch sehr gut. Es ist eher die Enttäuschung darüber, dass so viele Termine nicht stattfinden können, auf die wir uns so sehr gefreut hatten (Urlaub, Kindergartenverabschiedung, Verabredungen). Und es sind vor allem die täglichen Corona-Nachrichten und die Diskussionen in den (sozialen) Medien über die Ungerechtigkeiten (Fußball ja, Kinderbetreuung nein, Systemrelevanz und Notfallbetreuung ja oder nein, staatliche Unterstützung für wen und wieviel, politische Vernachlässigung von Eltern und Solopreneuren). Ich mag von alldem nichts mehr hören. Auch wenn mein Leben zurzeit jeden Tag und jede Minute davon beeinflusst wird. Diese Gedanken und Diskussionen kosten einfach nur Kraft und Nerven. Sie verbessern mein Leben gerade überhaupt nicht.

Seitdem ich das erkannt und die Tatsachen akzeptiert habe, konzentriere ich mich auf die kleinen ganz persönlichen Fragen: was kann ich anders organisieren, wie unseren Alltag strukturieren, welche Aufgaben weglassen, berufliche und familiäre Prioritäten wie neu festlegen, welche Zeitfenster etablieren. Was kann ich tun, um meine Arbeit zu schaffen? Aber was kann ich auch tun, um mich zu entspannen und auf andere (schöne) Gedanken zu kommen? Was können wir ganz konkret ändern, damit unser eigener Familien-Alltag funktioniert und wir unseren familiären und beruflichen Aufgaben gerecht werden? Alltagstaugliche Lösungen finden statt Grundsatz-Diskussionen führen. Mich nicht auf das Warum, sondern auf das Wie konzentrieren. Damit der Alltag wieder etwas leichter wird und wieder Spaß macht.

Und genau aus diesem Grund wird der Bambini & Business-Termin am 22.6.2020 im NESTWERK Essen ein Online-Meetup zu genau diesem Thema sein. Für Mamas in Corona-Zeiten, die das Gefühl haben, dem Spagat zwischen Kinderbetreuung und beruflichen Verpflichtungen nicht gerecht zu werden. Es geht nicht darum, uns gegenseitig unser Leid zu klagen und zu überlegen, wem es schlechter oder besser geht. Es geht darum, ganz konkrete Lösungen für deinen Alltag zu finden. An welchen beruflichen, familiären und organisatorischen Stellschrauben du schrauben kannst, um diesen Wahnsinn besser zu überstehen. Runter von den Emotionen und rauf zur Sachebene. Für 15 EUR (inkl. MwSt.) von 10 bis 12 Uhr online via Zoom.

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